Archiv für den Monat Juni 2016

Biskuitroulade

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Einer meiner Lieblingsteige ist Biskuit – ich könnte ihn ohne alles essen. Bei uns gab es immer eine Roulade, wenn ungeplant Besuch angesagt war – es war sozusagen das schnell-schnell Rezept meiner Mutter. Es gibt sehr viele verschiedene Rezepte und in jeder Familie wahrscheinlich ein eigenes „Familienrezept“ – wie zum Beispiel hier bei Petras Kuchlgeheimnissen – ich mache meine Roulade immer so:

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Dieses Rezept gelingt immer (meine Mama macht sie auch immer so) und stammt von einer Dame aus meinem Heimatort im Burgenland. Gefüllt habe ich sie in diesem Fall mit selbst gemachter Marillenmarmelade (Aprikosenmarmelade)

Backrohr auf 200 Grad vorheizen. Eier trennen und Eiklar zu steifem Schnee schlagen. Dotter und Zucker cremig aufschlagen, bis sich der Zucker ganz aufgelöst hat (dauert etwas) – danach das gesiebte und mit Backpulver vermischte Mehl und den Schnee langsam unterziehen. Auf ein vorbereitetes Blech geben und 10-15 Minuten (nicht länger) backen. Auf ein sauberes mit Kristallzucker (oder Staubzucker) bestreutes Küchentuch geben und mit dem Tuch einrollen und etwas auskühlen lassen. Mit Marmelade oder Creme füllen.

Viel Spaß und gutes Gelingen beim Backen:-)

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Johannesbachklamm – Würflach/Niederösterreich

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Gestern hatte es bei uns in Wien 34º C – da gibt es nur eine Möglichkeit – ab ins Bad (das haben wir dann am Nachmittag auch noch gemacht) oder ein kühles Plätzchen suchen. Aus einem Wanderbuch habe ich einen super Tipp – die Johannesbachklamm bei Würflach.

Würflach liegt in der Nähe von Wiener Neustadt – von Wien braucht man ca. eine Stunde bis zur Klamm. Die Wanderung kann auf mehrere Rundwanderwege (gut beschriebenes Streckennetz) und Laufrunden ausgedehnt werden. Mit unserer Kleinen haben wir uns aufgrund der Länge der Rundwege (ca. 13 km ist einer der kürzeren Wege) und der Hitze auf die Klamm beschränkt – mit einer Länge von einem guten Kilometer ist sie auch für kleine Kinderfüße geeignet.

Die Wege sind gut ausgebaut – aber teilweise mit Wurzeln und abgetretenen Steinen versehen – also bitte (wie bei jeder Wanderung) auf gutes Schuhwerk achten. Auch sollte man die Wetterbedingungen beachten. Gestern war es in der Klamm noch immer sehr feucht, nass und kühl – bei schlechterem Wetter kann es da doch auch im Sommer kalt sein. Gute Informationen findet man hier Gemeinde Würflach

Es gibt an beiden Eingängen in die Klamm Hütten, die für das leibliche Wohl sorgen. Wir sind in der Schutzhütte Gerhartl eingekehrt (auf dem Bildern die Hütte ohne Boot) – hier gibt es Kleinigkeiten (Jausenstation) – sowohl warme als auch kalte Speisen. Wir können diese Hütte empfehlen – das Essen war frisch, die Bedienung extrem freundlich und die Hütte selber sehr sauber und ordentlich – es gibt auch 2 Ferienwohnungen. Die Lage mitten im Wald ist schon sehr nett. Die andere Hütte sieht ebenfalls sehr gut aus – war auch bei unserer Rückkehr sehr gut besucht.

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Eiernockerl

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Eine meiner Lieblingsspeisen als Kind waren Eiernockerl mit Salat – wobei meine Mama die Nockerl immer als „Wasserspatzen“ gemacht hat – ein einfacher zäher Teig aus Wasser, Mehl und Salz – von einem Brett mit dem Messerrücken ins kochende Wasser geschabt. Wenn ich Kalorien sparen möchte, mache ich den Teig auch heute noch so – klassisch bereite ich die Nockerl folgendermaßen zu:

Für 3 Portionen:

  • 200 g Mehl (glatt)
  • 2 Eier
  • 1/8 l Milch
  • Salz (ca. ½ kleiner Kaffeelöffel)
  • 2 Eier/Person  für die fertigen Nockerl

Mehl mit Salz, den Eiern und der Milch mit Hilfe eines Schneebesens (Schneerute) rasch zu einem glatten Teig rühren (nicht zu lange rühren, sonst werden die Nockerl hart). in einem großen Topf (ca. 3 Liter) Wasser zum Kochen bringen – vom Teig entweder mit einem Kaffeelöffel kleine Portionen abstechen und in das Wasser geben (Löffel dabei immer wieder in das heiße Wasser tauchen – so bleibt nichts kleben) oder den Teig portionsweise auf ein Brett geben und mit einem Messer abschaben – natürlich kann man den Teig auch mit einem Spätzlehobel direkt in das kochende Wasser hobeln. Ich nehme immer einen Löffel:-)

Die Nockerl öfter umrühren – sie sind fertig, wenn sie an die Oberfläche steigen. Danach in einem Sieb abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken und gut abtropfen lassen.

In einer großen Pfanne etwas Butter zerlassen und die Nockerl dazugeben. Mit verquirltem, leicht gesalzenem Ei übergießen und stocken lassen – dabei öfter umrühren. – Wie oben erwähnt, rechne ich pro Person immer 2 Eier.

Nachdem ich das Glück habe in der Verwandtschaft einen Biobauern mit eigener Kürbiskernölproduktion zu haben, gibt es bei uns zu den Nockerl immer Blattsalate mit Kürbiskernöl:-)

Gutes Gelingen

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Brownies

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Ich habe schon einmal aus einem Backbuch Brownies gebacken – geschmeckt haben sie mir überhaupt nicht – extrem süß und irgendwie komisch….. auf Instagram bin ich dann auf dieses Rezept aufmerksam geworden – das Original findet ihr auf dem wunderbaren Blog Liebesbotschaft – ich habe meine Brownies ähnlich gemacht und sie sind irre gut geworden – und vor allem SO schnell fertig

Ihr benötigt

  • 150 g Butter (schmelzen lassen)
  • 270 g Zucker
  • 75 g Backkakao
  • 3 Eier (ganz)
  • 75 g Mehl

Ich habe es so gemacht – Butter schmelzen und auskühlen lassen. Eier mit Zucker schaumig rühren – Butter unterrühren und das Mehl-Kakao-Gemisch über die Eiermasse sieben und unterrühren.

In eine vorbereitete Form (20×30 cm) füllen und bei 160º C im vorgeheizten Rohr 30 bis 40 Minuten backen – in der Form auskühlen lassen und in Quadrate schneiden

Tomaten-Linsen-Ragout

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Ich liebe Hülsenfrüchte – Linsen und Bohnen kann ich immer essen. Auch, wenn es eigentlich eher ein Herbstgericht ist. Im Moment ist das Wetter sowieso herbstlich angehaucht. Das Ragout ist schnell gemacht und auch gut zum Tiefkühlen oder als Mitnehmmahlzeit geeignet.

Lässt man den Schinken weg, schmeckt es genauso gut und man hat ein vegetarisch/veganes Gericht. Ich mache den Eintopf immer ohne Oliven, weil unsere Kleine keine Oliven mag. Die Menge reicht für uns und ist eher eine Zirka-Angabe

Rezeptquelle: „Weight Watchers®“

Zutaten (ich mach es immer mit einer großen Dose Linsen für uns 3 ½)

  • 1 Zwiebel
  • 3 Knoblauchzehen
  • 4 TL Olivenöl
  • 1 große Dosen (braune) Linsen
  • 1 große Dose gehackte Tomaten (frisch ca. 5-6 Stück)
  • Pfeffer, Paprikapulver, Basilikum, Majoran, Salz
  • 120 g Putenschinken (fein schneiden)
  • (ev. noch grüne, kernlose Oliven in Scheiben)
  • ca. 200-300 g Bandnudeln (trocken)

Zwiebel und Knoblauch fein hacken, in Öl anschwitzen. Linsen abseihen und gut abtropfen lassen – zur Zwiebel geben. Tomaten mit der Flüssigkeit zugeben und etwas einkochen lassen. Nach Geschmack würzen und den geschnittenen Schinken und die Oliven unterheben.

Nudeln nach Packungsanleitung kernig kochen und mit dem Ragout servieren. Dazu passen Blattsalate – das Ragout schmeckt auch ohne Nudeln pur oder mit einem Stück frischem Brot.

Prosciutto-Röllchen mit Salat

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Als kleine Vorspeise oder Abendessen bestens geeignet. Ist schnell gemacht und schmeckt in Verbindung mit dem Salat und dem Balsamico sehr gut.

Rezeptquelle: „GUSTO Heft 01/2009“

Für 4 Portionen braucht ihr:

  • 8 Scheiben Prosciutto
  • 1/2 grüne Paprika
  • ca. 70 g Zucchini
  • 5 Cocktailtomaten (oder 1 große Tomate)
  • 100 g Parmesan (gerieben)
  • 200 g Frischkäse
  • 1 EL Balsamico
  • 2 EL Olivenöl
  • Blattsalate nach Geschmack
  • Petersilienblättchen und Parmesan (gehobelt) zum Garnieren

Für die Fülle Paprika und Zucchini putzen und in kleine Würfel schneiden. Paradeiser (Tomaten) eventuell entkernen und fein schneiden. Frischkäse mit Parmesan und Gemüse gut verrühren, pfeffern. Prosciutto flach auflegen, zu einem Drittel mit Fülle bestreichen und straff einrollen.

Balsamico, Salz Pfeffer und Öl gut verrühren mit dem geputzten Blattsalat und der Petersilie vermengen.

Röllchen in Scheiben schneiden, mit Salat und Parmesanhobel anrichten.

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Schnelle Erdbeertorte

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Für Überraschungsgäste, oder wenn man Lust auf Kuchen aber wenig Zeit hat. Diese kleine Erdbeertorte schmeckt super – hat aber leider auch ordentlich Kalorien – wer mag, kann die Hälfte vom Mascarpone durch Magertopfen (Magerquark) ersetzen.

Für einen 26er Ring (oder eine Obstkuchenform)

  • 2 Eier
  • 75 g Kristallzucker
  • 2 EL warmes Wasser
  • 100 g Mehl
  • ½ TL Backpulver
  • 500 g Mascarpone (oder 250 g Mascarpone/250 g Magertopfen)
  • etwas Zitronensaft
  • 2 EL Staubzucker (Puderzucker)
  • 600 g Erdbeeren
  • 1 Pkg. Tortenguß rot
  • Nutella oder Marmelade

Für den Boden die Eier trennen, 2 Klar zu Schnee schlagen. Dotter mit Zucker und Wasser cremig aufschlagen. Mehl mit Backpulver mischen und abwechselnd mit dem Schnee unter die Dottermasse heben. In die vorbereitete Kuchenform geben und bei 200º C (vorheizen) ca. 15 Minuten goldbraun backen. Auskühlen lassen.

Mascarpone mit Zitronensaft und Zucker verrühren. Den ausgekühlten Tortenboden mit Nutella oder Marmelade dünn bestreichen. Die Creme darauf verteilen und ca.1 Stunde kalt stellen. Erdbeeren putzen und auf dem Kuchen verteilen. Den Tortenguß nach Packungsanleitung zubereiten und auf den Früchten verteilen.

 

Obstknödel aus Topfenteig

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Wenn der Sommer kommt und frische Früchte langsam reif werden ist für mich die Marmeladesaison angebrochen. Heuer hab ich zwar noch keine Erdbeermarmelade gekocht – aber es gab schon mal Erdbeerknödel aus Topfen(Quark)-teig.

Es gibt einige Varianten für den Teig – ich mache immer diesen:

Rezeptquelle: „Koch&Back Heft 5/2002“

für 15-20 Stück:

  • 70 g Butter (weich)
  • 1 Dotter
  • 70 g Weizengrieß
  • 350 g Topfen (Quark)
  • 1 Eiklar (Schnee schlagen)
  • 70 g Mehl (glatt)
  • Obst nach Wahl
  • Mehl zum Wälzen (griffig oder Stärkemehl)
  • Brösel (Paniermehl)

Eiklar zu steifem Schnee schlagen – beiseite stellen. Dotter und Butter schaumig rühren. Grieß, Salz und Topfen gut unterrühren. Mehl und Schnee abwechselnd unterrühren. Den Teig etwa eine halbe Stunde kühl rasten lassen.

Teig in 15 bis 20 gleich große Portionen teilen, flach drücken und mit Obst belegen (ich koche die Äpfel immer in kleinen Würfeln mit wenig Wasser vor, damit sie weich sind). Den Teig gut zusammendrücken und zu einem runden Knödel formen (gut aufpassen, dass die „Naht“ gut verschlossen ist, sonst platzt der Knödel auf).

Die Knödel können auch mit einem Stück Nougat oder eine Mozartkugel gefüllt werden. Wälzen kann man sie in Brösel oder auch in einem Brösel-Nussgemisch (hier bei den Apfel und Heidelbeerknödel) – die Erdbeerknödel schmecken auch gut, wenn man sie in leicht gerösteten Kokosraspeln wälzt.

Knödel in Mehl wälzen, in kochendes Salzwasser einlegen und schwach wallend ca. 15 Minuten ziehen lassen – die Knödel sind fertig, wenn sie an die Oberfläche steigen.

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Etwas Butter in einer Pfanne zerlassen und Brösel (Paniermehl) vorsichtig anrösten – die fertigen Knödel darin wälzen, mit Zucker bestreuen und servieren.

Wichtig: nicht zu viele Knödel in den Topf geben – sie sollen nebeneinander schwimmen können. Man kann die Knödel auch gut tiefkühlen – fertigstellen und nebeneinander auf ein Brett legen und vorfrieren – so kleben sie nicht zusammen. Bei Gebrauch die Knödel tiefgekühlt ins kochende Wasser geben und langsam ziehen lassen.

 

Karfiol-Brokkoli-Laibchen

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Wer hier schon länger mitliest weiß, dass ich immer wieder versuche unserer kleinen Prinzessin Gemüse unterzujubeln ohne, dass sie es merkt. Sie ist Gemüse-Teilzeit-Esser. Mais liebt sie heiß, vor einigen Monaten liebte sie Karotten – jetzt findet sie sie „eggelhaaft“. Geliebt werden im Moment Erbsen (mal sehen, wie lange diese Liebe hält). Mit den beiden Großen (Mann und Teenager-Tochter) gibt es in der Beziehung kein Problem:-)

Gemüselaibchen kommen immer gut an – schmecken gut und sind selbst gemacht gleich nochmal so gut.

Durch eine liebe Leserin draufgekommen;-) – zur Erklärung Karfiol=Blumenkohl

Rezeptquelle: „Koch&Back Heft 3/98“

Zutaten für 4 Portionen:

  • 800 g Karfiol (hier Karfiol/Brokkoli-Mischung)
  • Salz
  • 2 Dotter
  • 2 EL Sauerrahm
  • 100 g Schinken oder Selchfleisch
  • 500 g Gouda, geraffelt
  • 3 EL Semmelbrösel (Paniermehl)
  • Salz, Pfeffer, 1 Prise Muskat
  • 2 EL Petersilie, gehackt
  • Semmelbrösel zum Wenden
  • Öl zum Ausbacken

Karfiol (und ev. Brokkoli) putzen, waschen und in Röschen teilen. Das Gemüse in Salzwasser weichkochen, abseihen und gut abtropfen und auskühlen lassen.

Gemüse mit einer Gabel zerdrücken, Dotter und Rahm untermengen. Schinken klein würfeln und zusammen mit dem geraffelten Käse und den Bröseln zur Gemüsemasse geben. Mit Salz, Pfeffer, Muskat und Petersilie abschmecken und etwa 10 Minuten ziehen lassen. Aus der Masse mit befeuchteten Händen Laibchen formen und in Brösel wenden. In heißem Öl beidseitig ausbacken. Auf Küchenkrepp gut abtropfen lassen.

Dazu passt eine Kräuter-Rahmsauce und Blattsalate

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