Archiv für den Monat Januar 2017

Grießnockerln

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Meine Kinder lieben Grießnockerlsuppe – gerade jetzt im Winter sind Suppen aller Art eine beliebte Haupt- oder Vorspeise. Die Nockerl bereite ich auch immer wieder auf Vorrat zu -sie sind schnell und einfach hergestellt, schmecken besser als gekauft und ich weiß, was drinnen ist. Ich lege die Nockerl immer einzeln auf ein Brett und gebe sie in den Tiefkühler – wenn sie gefroren sind, kann man sie verpacken und jederzeit die gewünschte Menge entnehmen.

Rezeptquelle: Mein altes Schulkochbuch „Kochen nach Grundrezepten/Maria Voigt“

Zutaten:

  • 2 Eier (ganz)
  • 100 g Butter
  • 200 g Grieß
  • Muskat, Salz

Butter flaumig rühren, Eier, Salz und Muskat mit dem Grieß zugeben und gut verrühren. Ca. 15 Minuten ziehen lassen (wichtig!). Mit 2 nassen Teelöffeln Nockerl formen, auf ein nasses Brett (oder Alufolie) legen und alle gleichzeitig in siedendes Salzwasser einkochen. 20 Minuten leicht köcheln lassen und 20 Minuten ziehen lassen. Wer sie lieber kernig möchte halbiert die Zeit. In Suppe einlegen und servieren.

 

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Bohnenstrudel

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Aus einem „steirischen“ Kochbuch, dass mein Mann von unserer Großen zum Vatertag bekommen hat, habe ich dieses Rezept – leicht abgewandelt – heute ausprobiert. Hat allen super geschmeckt und wird sicher wieder gemacht. Wer es noch schneller und einfacher möchte, kann fertigen Strudelteig verwenden (ich denke 2 – 3 Stück müssten für die Fülle reichen).

Für den Strudelteig:

  • 250 g Mehl
  • 1 TL Salz
  • 1 EL Öl
  • 125 ml lauwarmes Wasser (oder mehr)

Die Zutaten gut abschlagen – es sollte ein kompakter Teig entstehen – ähnlich dem von Germteig. Die Teigkugel abdecken (damit die Oberfläche nicht austrocknet) und ca. 1 Stunde rasten lassen – meine Mama stürzt eine Schüssel über den fertigen Teig – ich decke ihn mit Frischhaltefolie ab.

Danach ausrollen und vorsichtig mit den Fingerkuppen so lange dehnen (ausziehen) bis der Teig so dünn ist, dass man eine Zeitung durchsieht – dann ist er richtig;-)

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für die Fülle

  • 500 g weiße Bohnen (1 große Dose)
  • 500 g Kartoffeln (geschält und in kleine Würfel geschnitten)
  • 1 Lorbeerblatt
  • 2 kleine/1 große Zwiebel(n)
  • 1 EL Petersilie
  • Öl
  • 2 Eier
  • 200 ml Schlagobers
  • Salz, Pfeffer, Thymian

Die geschnittenen Kartoffeln in Salzwasser mit dem Lorbeerblatt weich kochen. Zwiebel fein würfeln und in Öl anrösten. Die Eier mit dem Obers, der Petersilie und den Gewürzen gut verrühren. Mit den abgekühlten Kartoffeln und den Bohnen gut vermengen. Die Masse auf die unteren 2 Drittel des vorbereiteten Teiges auftragen, rechts und links die Teigseiten einschlagen und den Teig von unten her eng einrollen. Mit verquirltem Ei bestreichen und auf ein Backblech geben; im vorgeheizten Rohr bei 180 Grad hellbraun backen.

Dazu gab es bei uns Blattsalat mit Kernöldressing

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Landmais Schmarrn

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Seit einigen Monaten bekommen wir jeden Monat unser Feinkostkistl vor die Wohnungstür geliefert. Ich habe den Link dazu zufällig auf der Homepage von Freunden, die eine Gaststätte betreiben entdeckt. Es hat mich sehr begeistert, da jeden Monat 6-7 ausgewählte Spezialitäten von Kleinproduzenten aus Österreich enthalten sind. Ich habe dadurch schon einen tollen Fleischhauer (der wirklich noch nach alter Tradition arbeitet) bei mir in der Nähe ausfindig gemacht und…..diesen wunderbaren Landmais. Ich war gestern ganz hin und weg, als ich das beigefügte Rezept von Sissy Sonnleitner ausprobiert habe. Die Fotos sind nicht so toll geworden, weil ich den Schmarrn (angelehnt an den Kaiserschmarrn) in der Pfanne gemacht habe – er sollte aber im Rohr kurz gebacken werden, da die Masse so fluffig wie Biskuit ist und nicht die eher feste Konsistenz vom Kaiserschmarrn hat. Meine Kleine hat gestern bei mir gekostet (sie hat sich erst geweigert) und war dann so begeistert, dass ich heute nochmal die halbe Menge gemacht habe. Diesmal ganz ohne Zucker und ich muss sagen, es hat mir noch besser geschmeckt, da der feine Geschmack noch mehr zu Geltung kommt.

Im Kistl liegt auch immer ein sehr liebevoll gestaltetes Heftchen mit bei, in dem die Erzeuger und deren Produktion vorgestellt werden. So bin ich auch auf den Produzenten des „Gailtaler weißen Landmais (weiße Polenta)“ Sepp Brandstätter gekommen – die interessante Geschichte und den Werdegang zu dieser sehr alten Maissorte bzw. dem Bioprodukt dahinter könnt ihr bei Interesse hier nachlesen.**

Jetzt zum Rezept von Sissy Sonnleitner – ich nehme an, dass es mit „normaler“ Polenta auch schmeckt

für 3-4 Portionen als Nachspeise oder kleine süße Hauptspeise

  • 250 ml Milch
  • 1 Pkg Vanillezucker
  • 3 EL Zucker (1 genügt für mich auch)
  • eine Prise Salz
  • 50 g Butter
  • 50 g Gailtaler weißer Landmais
  • 4 Eier

Milch, Butter, Vanillezucker und Zucker aufkochen lassen, den Mais einrühren und unter ständigem Rühren zu einer dicken Masse einkochen. Etwas überkühlen lassen. 3 Dotter und ein ganzes Ei unter die Masse rühren. 3 Eiklar zu Schnee schlagen und unter die Maismasse heben. In eine bebutterte Form gießen und bei 200 Grad im vorgeheizten Rohr hellbraun backen. Mit einem Löffel in Stücke teilen, überzuckern und mit Kompott (hier: eingelegte Kirschen) servieren.

**Es handelt sich hier um keine Werbeeinschaltung sondern um eine subjektive Erfahrung und Wahrnehmung.

Topfencreme auf Obst

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Ein sehr einfaches, kleines aber feines Dessert – schnell gemacht, leicht, fruchtig und wandelbar – schmeckt auch sehr gut mit Kirschen oder Apfelmus

Zutaten für 5 Gläser:

  • 2 große Dosen Pfirsiche
  • frische Orangenschale (oder Orangenaroma)
  • 200 g Magertopfen (Magerquark)
  • 50 g Staubzucker (Puderzucker)
  • 6 EL Orangensaft (frisch gepresst)
  • 150 ml Obers (Sahne), steif geschlagen

Die Pfirsiche pürieren und mit Orangenschale marinieren – in Gläser oder Becher füllen. Den Topfen mit Zucker und Orangensaft gut verrühren. Geschlagenes Obers unterheben und auf dem Fruchtmus verteilen. Ca. eine Stunde kalt stellen.

Mit halbierten Keksen (hier Orangen-Schoko-Keks) und Fruchtstücken beliebig verzieren.

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Thunfisch-Quiche

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Diese Quiche habe ich schon ewig nicht mehr gemacht – meine Große liebt sie. Schmeckt wirklich herrlich und sogar mein Mann (der absolut keinen Fisch mag) hat 2 Portionen gegessen (freiwillig….)

Rezeptquelle: „Koch&Back Heft 5/2001“

TEIG: (für eine 26er Springform) – 6 Portionen

  • 200 g Mehl (glatt)
  • 1 gestr. EL Salz
  • 1 Knoblauchzehe (zerdrückt)
  • 130 g Butter
  • 3 EL Milch
  • 1 Ei

FÜLLE:

  •  2 Dosen Thunfisch in Öl (à 195g)
  • 150 g Zwiebeln
  • etwas Öl
  • 3 Paradeiser (Tomaten)
  • 150 g Gouda, geraffelt
  • 4 EL Olivenöl

ÜBERGUSS:

  • 4 Eier, ganz
  • ca. 50 ml Schlagobers (Sahne)
  • 6 EL Petersilie, gehackt
  • 1 EL Oregano, getrocknet
  • Salz, Pfeffer

Für den Teig Butter mit Mehl abbröseln und mit den übrigen Zutaten zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zu einer Scheibe ausrollen (ca. 30 cm) und in eine Quiche- oder Springform (26er Ring) geben. Einen Rand von ca. 3 cm hochziehen. – TIPP: Wenn man eine Springform verwendet einen Ring aus Alufolie um den Teigrand legen – so rutscht er nicht hinunter . Die Quiche 20 Minuten tiefkühlen und danach im vorgeheizten Rohr bei 200 Grad ca. 15 Minuten vorbacken. (Den Teig ev. mit einer Gabel ein paar mal einstechen) Etwas überkühlen lassen.

Für die Fülle Thunfisch abtropfen lassen und gut zerpflücken. Paradeiser vierteln, entkernen und in Würfel schneiden. Gehackt Zwiebeln in etwas Öl hell anrösten und zum Fisch geben. Kräuter und Käse unterrühren. Die Fülle in die Tortenform füllen und glattstreichen.

Für den Überguss alle Zutaten gut verrühren und über der Fülle verteilen. Die Quiche bei 180 Grad ca. 50 Minuten backen – ein paar Minuten rasten lassen, aus der Form lösen und in Portionen teilen.

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Lasagne

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Spät aber doch – Euch allen alles Gute für 2017!

Die letzten Wochen waren extrem arbeitsreich und ich hatte kaum Zeit für irgend etwas anderes. Jetzt pendelt sich alles langsam wieder ein und geht seinen gewohnten Gang. Gestern hatte unsere Große Besuch von einer Freundin und wir haben Lasagne gemacht. Das Rezept dazu stammt aus meinem Schulkochbuch

Für ca. 5 Portionen:

¼ kg Lasagneblätter (ich hatte welche, die man nicht vorkochen muss)

für die Sauce:

  • 1 kleine Zwiebel (fein gehackt)
  • Öl (zum Anrösten)
  • 1 Knoblauchzehe (gepresst)
  • 250 g Faschiertes (Hackfleisch)
  • 200 g Paradeiser gehackt (stückige Tomaten)
  • Salz, Pfeffer, Oregano, Rosmarin

Béchamel:

  • 50 g Butter
  • 50 g Mehl
  • ca. ½ l Milch
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • etwas Zitronensaft

100 g geriebenen Käse (hier Emmentaler)

Für die Fleischsauce Zwiebeln in wenig Öl hell anrösten, das Fleisch dazugeben und mitrösten, Paradeiser und Knoblauch hinzufügen und einkochen lassen. Mit den Gewürzen abschmecken.

Béchamel: Butter zergehen lassen, Mehl hinzufügen und hell anrösten. Mit Milch aufgießen und einkochen lassen (gut umrühren, damit keine Klümpchen entstehen). Mit Salz, Pfeffer, Muskat und etwas Zitrone abschmecken.

Lasagneblätter in eine mittelgroße Auflaufform legen und mit Fleischsauce und Béchamel bedecken – diesen Vorgang 3-4 x wiederholen. Die letzte Nudelschicht gut mit Béchamel bedecken und mit Käse bestreuen. Im vorgeheizten Rohr bei 200º C ca. 40 Minuten backen.